Historische Reihe
Band 1
Lehmann, Friedrich G.:
"LehmannsTagebuch 1826-28"
Aufzeichnungen des
Tuchmachers und Industriegründers F.G. Lehmann aus Hainichen
ISBN 3-934136-00-1 292S.
Euro 12,68
Es handelt sich bei dem Tagebuch umeine umfangreiche alltags-, wirtschafts- und kulturgeschichtliche Quelle.Darin bringt der 1805 geborene junge Tuchmacher F.G.Lehmann nicht nur sein Leben und Lieben in der alten Textilstadt HainichenTag um Tag zu Papier. Er hält darin auch die vielfältigen undschwierigen Umstände fest, unter denen die herkömmliche Textilfabrikationin der Zeit der frühen Zollvereine nach Auswegen suchte. So wird dasTagebuch zu einer Art Innenschau der frühen Industrialisierung inDeutschland. Nachvollziehbar werden vielfältigen Motive und Überlegungen,die ihn schließlich dazu bringen "Maschinerie am Wasser" ins Augezu fassen.
Band 2
Lehmann, Friedrich G.:
"LehmannsTagebuch 1828-1830"
Aufzeichnungen des
Tuchmachersund Industriegründers F.G. Lehmann aus Hainichen
ISBN 3-934136-01-X
310S. Euro 12,68
Die Fortsetzung des ersten Bandes derAufzeichnungen von F.G. Lehmann bis zum Ende desTagebuches.
Band 3
Heil, Werner: Der
stille Rufdes Horusfalken
- Ist die
Geschichtswissenschaftunhistorisch?
ISBN 3-934136-02-8 92
S. Euro 8,58
Ausgehend von der
Darstellung Karlsdes Großen in wissenschaftlichen und schulischen
Geschichtswerkenzeigt Werner Heil, dass gerade die historische Dimension der
geschichtlichenAkteure und der Geschichte nicht hinreichend erfasst wird, weil
die erkenntnis-und wissenschaftstheoretischen Voraussetzungen der Darstellungen
ungenügendsind. Den Grund dafür sieht der Autor in einer
unvollständigdurchgeführten hermeneutischen Wende, die über subjektive
undhistorisch bedingte Perspektiven nicht hinauskommt. Durch eine Analysedes
Erkenntnisaktes entwickelt Werner Heil die unauflösliche Einheitvon
Erkenntnisstruktur und Wirklichkeit, die zur Grundlage eines
vertieftenhistorischen Verstehens wird. Der Verfasser entwickelt
erkenntnistheoretisch
die Möglichkeit anderer
Wirklichkeitswahrnehmungenund interpretiert auf diesem Hintergrund historische
Quellen. Gerade dasAndersartige und für unser heutiges Verstehen Verschlossene
kann soerschlossen werden. Damit beginnt eine spannende Reise in die
Historie,die sehr viel stärker und anders gegenwärtig ist, als es diealte
Hermeneutik ahnte.
Band 4
Keil, Eberhard:
Lehmanns Dorf1830 - 1869
Eine Industrie-Geschichte
ausHainichen und Böhrigen bei Rosswein im Königreich Sachsen. 149Seiten, ISBN
3-934136-03-6 Euro 8,95
Das Buch setzt das Tagebuch
von FriedrichGottlob Lehmann (1805-1869) unmittelbar
fort. In zehn Kapiteln beschreibtEberhard Keil die letzten Jahre F.G. Lehmanns
in seiner Vaterstadt Hainichenund dessen industrielle Gründertätigkeit im
Striegistaldorf beiRoßwein. Lehmanns Lebensgeschichte und die Ortsgeschichte
von Böhrigengeraten zu einer exemplarischen Darstellung frühindustrieller
Verhältnissein Deutschland. Weil sich die Tätigkeit des Textilfabrikanten in
einerpolitisch aufregenden Zeit entfaltete, kann der Leser das
KönigreichSachsen aus der individuellen Sicht einer Familie und der lokalen
Perspektiveeines Industriedorfes kennenlernen. Auch wichtige Etappen der
deutschenGeschichte – Vormärz, 1848/49 und 1866 – spiegeln sich in LehmannsDorf
wider, wobei manches vereinfachende Klischee korrigiert werden muss.
Das Buch stellt den Auftakt
einerIndustriegeschichte Deutschlands in dörflicher Begrenzung dar.
Diefolgenden Bände (voraussichtlich bis 2006) zeigen das Dorf mit seinen
Fabriken sowie Lehmanns Nachkommen und Nachfolger im Kaiserreich, der Weimarer
Republik, dem 3. Reich, der DDR und im vereinigten Deutschland.
Band 5
Sheridan, Kenneth F.:
Entführung1934 / Kidnap the Jew
Episode aus der Frühzeitdes
Naziregimes / A Reminiscence by Kurt Schlesinger (deutsch/englisch).104 Seiten,
ISBN 3-934136-04-4 Euro 7,80
Der seit 1934 in England lebende Autorschildert minutiös einen erstaunlichen Kriminalfall zu Beginn deszweiten Jahres der Nazidiktatur: die Entführung eines jüdischenFabrikanten durch einen Berliner SA-Trupp. Die Authentizität diesesBerichts liegt in der Zeitzeugenschaft des Autors. Er ist der Sohn desEntführten und er hat die Vorgänge vom Februar / März 1934in unmittelbarer Nähe des Geschehens selbst miterlebt. Die Besonderheitdieser Kriminalgeschichte, in deren Mittelpunkt neben dem Chemnitzer Mafrasa-DirektorOtto Schlesinger der berühmte Berliner Oberkriminalrat Ernst Gennatmit seinem schwarzen Maybach steht, liegt jedoch in ihrer brisanten politischenKonstellation, in welcher die Naziführung, der Polizei- und Justizapparatund sowie die Sturmtrupps der SA ihre endgültige Position im "DrittenReich" erst noch finden müssen. Wenige Monate später schafftdas Regime in der Nacht der langen Messer oder, wie man behauptet, dem"Röhm-Putsch", mörderische Klarheit - ohne Polizei und Justiz.- Die Ausgabe enthält den englischen Originaltext, eine Übersetzungins Deutsche, einige Dokumente und ein Nachwort des Herausgebers/ÜbersetzersEberhard Keil. Eine Verbindung zu vorausgehenden Titeln der "HistorischenReihe" ist insofern gegeben, als die Chemnitzer Marschel Frank Sachs AG(Mafrasa) Eigentümerin des Böhrigener "Sachswerkes" war, derehemals Lehmann'schen Fabrik.
Band 6
„Lehmanns
Erben“ setzen das Werk von FriedrichGottlob Lehmann
(1805-1869) in der Wilhelminischen Epoche fort, doch die Familien, die Fabrik
und mit ihnen „Lehmanns Dorf“ geraten in den Mahlstrom der Zeit. In
elf Kapiteln schildert Eberhard Keil die Auswirkungen der
„Gründerjahre“, in denen sich Böhrigen zu einem wirklichen
Industriedorf entwickelt, die Lebenswege der Lehmann-Kinder, die glänzenden
Seiten des ausgehenden 19. Jahrhunderts, das soziale Geschehen im Dorf mit
seinem ausgeprägten Vereinsleben, mit Mäzenatentum und Arbeiterbewegung, aber
auch die Finanzspekulationen der Jahrhundertwende und die zunehmende Macht der
Banken, wodurch schließlich das Unternehmen in den Abgrund gerissen wird.
Band 7
Das im 2004 erschienene
zweisprachige Buch des seit 1937 in Argentinien lebenden Autors Gerardo G. Sachs
behandelt in rund 20 kleinen Aufsätzen Themen unserer Zeit. Diese betreffen
einerseits elementare Lebensfragen wie das Alter und das Altern, Zusammenleben
und Scheidungen oder auch Stress in der Arbeitswelt, zum anderen aber auch
politische Prinzipien wie Menschenrechte und Diskriminierung und zum dritten
philosophische Probleme und theologische Aspekte wie Schöpfung oder Evolution,
menschliche Erfindungen und Engel, die Thora und die Kunst der Fuge. Gerhard
Sachs schöpft dabei aus dem klassischen deutschen Bildungsgut seiner Jugend in
Deutschland, der Erfahrung seiner 87 Lebensjahre und seinem durch
Emigrantenschicksal und eigene Anstrengung erworbenen Judentum.
Gerhard Sachs ist der letzte lebende
Sohn von Hans Sachs, einem der Direktoren der Marschel Frank Sachs AG Chemnitz,
zu der das Böhrigener Sachswerk in der Nachfolge der Lehmann’schen Fabrik
gehörte.
Eberhard Keil,
welcher die Geschichte der Böhrigener Fabrik von ihren Anfängen bis in die
Gegenwart – nach dem Sachswerk entstand auf dem Gelände die MIOBA, die
Mitteldeutsche Ofenbaufabrik - erforscht und beschreibt, schildert in einem
Nachwort die Familien- und Lebenshintergründe des Autors. Gerhard Sachs selbst
beschreibt in einem Vorwort zum spanischen Teil des Buches, der dieselben Texte
nicht als reine Übersetzungen, sondern als Varianten enthält, sein Leben als
Rückblick.
Keil, Eberhard: Die Sachswerk-Saga 1914-1945. 295Seiten, ISBN 3-934136-07-9 Euro 12,50
Drei Geschwister der Chemnitzer
Familie Sachs übernehmen 1914 die ehemals Lehmann’sche Fabrik im nahen Striegistalort
Böhrigen und verhelfen ihr in Krieg und Revolution zu neuem Schwung.
Mit den Familien Bernstein und Frank
entwickeln sie nach dem Weltkrieg Kontinentaleuropas größten Trikotagenkonzern
– die Marschel Frank Sachs AG Chemnitz– doch dann geraten die
„Mafrasa“-Familien in das mörderische
Räderwerk des
nationalsozialistischen
Judenhasses.